Das Hochwasser 1910 in Graubünden

Am 14./15. Juni 1910 führten gewaltige Regengüsse in 21 Kantonen zu Überschwemmungen. In Graubünden wurde der Nordosten des Kantons betroffen: Das Flussgebiet des oberen Landwassers, der Plessur, der Landquart und des Rheins von Chur an abwärts. Am schwersten wurde das Prättigau in Mitleidenschaft gezogen.

Zahlreiche Strassen wurden zerstört, Brücken weggerissen, Kulturboden überführt und Gebäude beschädigt. Auch die Rhätische Bahn wurde an mehreren Stellen unterbrochen, insbesondere bei der Station Fideris auf einer Länge von 500 bis 600 Meter.
Im Kreis Maienfeld gingen mehrere schadenbringende Rüfen nieder. In den Gemeinden Maienfeld und Jenins richteten die Murgänge hauptsächlich Schäden an Weinbergen an. In Malans gingen vier Murgänge nieder.

Der Gesamtschaden belief sich auf rund 2.93 Millionen Franken (damaliger Wert).
- Privatschaden: 665’000 Franken
- Schäden an Gewässern: 1.39 Millionen Franken
- Schäden an Strassen: 271’000 Franken
- Schäden an Brücken: 53’000 Franken
- Schäden der RhB: 550’000 Franken
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Quelle Lanz-Stauffer, H.; Rommel, C.: Elementarschäden und Versicherung. Studie des Rückversicherungs-Verbandes kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten zur Förderung der Elementarschaden-Versicherung. Band II. Im Selbstverlag des Rückversicherungsverbandes, Bundesgasse 20, Bern, 1936.
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Das Hochwasser 1910 in der Geschichte Graubündens.

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