Das Hochwasser-Jahr 1987 in Graubünden

1987 wurde die Schweiz von einer Reihe schwerster Unwetter heimgesucht. Diese forderten insgesamt acht Menschenleben und verursachten Schäden im Wert von 1200 bis 1300 Millionen Franken.
In Graubünden beliefen sich die Schäden auf rund 180 Millionen Franken. Die Hauptschadensgebiete befanden sich im Puschlav und im Bündner Oberland.

Die Ereignisse am 18. und 19. Juli 1987

Betroffen wurden hauptsächlich Poschiavo und der Raum Tavanasa – Rabius.

In Poschiavo brachen am späten Abend des 18. Juli aus dem Val Varuna riesige Schuttmassen hervor und stauten den Hochwasser führenden Poschiavino. Nach dem Durchbruch des Poschiavino wälzten sich unvorstellbare Wasser- und Schuttmassen durch den Dorfkern und bewirkten Verwüstung und Zerstörung. Strassen und Plätze wurden metertief aufgerissen, Gebäudefundamente unterspült. Fassaden stürzten ein. Ein Grossteil aller Häuser hatte überflutete Keller und unbewohnbare Räume im Erdgeschoss.

In Tavanasa stauten die Schuttmassen einer Rüfe kurzfristig den Rhein. Nach erfolgtem Durchbruch entstanden durch das Hochwasser massive Zerstörungen an Bahn, Strassen, Wuhren und Liegenschaften. In Rabius brachte ein Bach grosse Geschiebemengen ins Dorf und bedrohte mehrere Liegenschaften.

Die Armee erbrachte in Poschiavo und im Raum Trun – Sumvitg Leistungen von 27’157 Manntagen.

Hochwasser und Rüfen unterbrachen im übrigen Kantonsgebiet Wege und Strassen und überschwemmten Äcker mit Schuttmassen. Betroffen waren vor allem das Münstertal, das Bergell und die Seitentäler des Vorderrheins. Gesamthaft forderten diese Unwetter in Graubünden vier Menschenleben.

Quellen Zeller, J., Röthlisberger, G.: Unwetterschäden in der Schweiz im Jahre 1987. «wasser, energie, luft», 80. Jg., 1988, Heft 1/2. S. 29ff. - Kanton Graubünden: Unwetter Sommer 1987. Schlussbericht des Hilfskomitees Unwetterschäden Graubünden. Mai 1990.

Schadenskarte

Schadensgebiete des Jahres 1987. Wo Schadensgebiete mehrmals heimgesucht wurden, wurde in diese Karte nur das stärkste Ereignis eingetragen.

Quelle Zeller, J., Röthlisberger, G.: Unwetterschäden in der Schweiz im Jahre 1987. «wasser, energie, luft», 80. Jg., 1988, Heft 1/2. S. 29ff.


Weiterführende Literatur


Hilfskomitee Unwetterschäden Graubünden: Unwetter Sommer 1987: Schlussbericht. Mai 1990


Bundesamt für Wasserwirtschaft: Ursachenanalyse der Hochwasser 1987. Ergebnisse der Untersuchungen. Mitteilungen des Bundesamtes für Wasserwirtschaft, Nr. 4 / Mai 1991

46.745 9.00093 red
46.3291 10.0581 red
46.7446 9.00461 red
46.3317 10.0585 red
46.7425 9.00552 red
46.3272 10.0573 red
46.3341 10.0603 red
46.7455 9.00608 red
46.7326 8.95622 red
46.3333 10.0533 red
46.3195 10.0535 red
46.3075 10.0628 red
46.2952 10.0811 red
46.7223 8.91588 red
46.23 10.1457 red
46.6386 8.8476 red

Das Hochwasser-Jahr 1987 in der Geschichte Graubündens.

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