Schutz vor Rutschungen und Hangmuren in Graubünden

Hat sich Untergrund kriechend, rutschend, übermurend in Bewegung gesetzt, ist er in vielen Fällen nur noch schwer und oftmals gar nicht mehr aufzuhalten. Dementsprechend besteht der beste Schutz vor Rutschungen und Hangmuren darin, zu verhindern, dass sie entstehen.

Wo Rutschungen aktiv sind, geht es realistischerweise primär darum, ihre Bewegungsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Dies erreicht man theoretisch am besten, indem man das übermässige Eindringen von Oberflächenwasser in den rutschenden Untergrund so gut wie möglich verhindert.

Wo eine Hangmure unterwegs ist, gilt: Rette sich, wer kann.


Weiterführende Literatur


Bundesamt für Umwelt BAFU (Hrsg.): Berücksichtigung der Massenbewegungsgefahren bei raumwirksamen Tätigkeiten. Bern, 1997


Nationale Plattform Naturgefahren PLANAT: Beurteilung der Wirkung von Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren als Grundlage
für ihre Berücksichtigung in der Raumplanung. Teil D: Rutschungen. PLANAT, 2008

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Wenn sich Strassen öffnen. 1999 führen Rutschungsbewegungen in der Schynschlucht zu schweren Schäden an der Kantonsstrasse.


Bild Tiefbauamt Graubünden