Bergsturz-Ereignisse in Graubünden

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Bergsturz in Randa (VS), zweiter Abbruch am 9. September 1991. Film Bundesamt für Wasserwirtschaft / PLANAT

Bei einem Bergsturz bewegen sich grossvolumige Gesteinsmassen – ein bis mehrere Millionen Kubikmeter – zu Tale. Sie erreichen hohe Geschwindigkeiten – über 150 Stundenkilometer – und breiten sich sehr weit aus – oft mehrere Kilometer. Den Sturzmassen eilt eine starke Luftdruckwelle voraus.

Während des Sturzes stossen die einzelnen Blöcke innerhalb der Sturzmasse wie Billiard-Kugeln zusammen; durch diese Wechselwirkung wird ein Bergsturz zu einem eigentlichen «Sturzstrom» (bei einem Felssturz tritt dieses Phänomen nicht auf).

Das Volumen eines Bergsturzes lässt sich oft nur schwer abschätzen.

Oft stauen Bergstürze Flüsse an. Brechen die aufgestauten Seen aus, kann es zu verheerenden Flutwellen kommen.

Bergstürze kündigen sich im Gegensatz zu Steinschlag und Felsstürzen meist an – durch klaffende Spalten zuoberst im Anrissgebiet, und unter Umständen auch durch vermehrten Steinschlag.


Weiterführende Literatur


Ueli Gruner: Bergstürze und Klima in den Alpen – gibt es Zusammenhänge? Bull. angew. Geol. Vol. 11/2 Dezember 2006

46.3994 9.89166 red
46.8336 9.8613 red
46.2743 10.1075 red
46.7014 8.87251 red
46.8386 9.41206 red
46.8223 9.29255 red
46.2998 9.60124 red

Bergsturz-Ereignisse in der Geschichte Graubündens.

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Wichtig Ist ein Ereignis in einer google map eingetragen (Ausbruchsgebiet, Bewegungsrichtung, Ablagerungsgebiet), erhebt diese Eintragung keinen Anspruch auf wissenschaftliche Exaktheit. Felssturz- und Bergsturz-Ereignisse können nie so präzise in einer Karte eingetragen werden, wie es aufgrund der google Karte den Anschein macht.